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Nachsorgepreis - Preisträger 2013

Politiker sowie zwei Institutionen
erhalten den Nachsorgepreis 2013

In der LBS Baden-Württemberg in Stuttgart fand am Montag, 25. November 2013 die Nachsorgepreisverleihung der Deutschen Kinderkrebsnachsorge statt. Den Preis erhielten die AOK Baden-Württemberg und die DRV Baden-Württemberg sowie Minister Peter Friedrich, für deren Verdienste um die Familienorientierte Nachsorge.

Peter Friedrich, Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten des Landes Baden-Württemberg

Infolge des ersten Tannheimer Fachsymposiums 2008 bat Peter Friedrich als Mitglied des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages die damalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt dringend darum, eine klare rechtliche Grundlage für die Familienorientierte Rehabilitation zu schaffen. Seine nachhaltige Initiative führte schließlich dazu, dass eine Gesprächsrunde im Gesundheitsministerium zustande kam, in deren Folge die Spitzenverbände der Krankenkassen und die Deutsche Rentenversicherung schließlich im Oktober 2009 die „Verfahrensabsprache zu den Anträgen der Familienorientierten Rehabilitation“ unterzeichneten, mit der ein tragfähiges Verfahren für die Bewilligung von krebs-, herz- und mukoviszidosekranken Patienten sowie ihren Familien geschaffen wurde. Bedauerlicherweise hatte diese Verfahrensabsprache erhebliche Lücken, da sie nicht berücksichtigte, dass es sich bei der Mukoviszidose um eine fortschreitende Erkrankung handelt und bei kardiologischen Patienten immer wieder Korrekturoperationen notwendig sind. Peter Friedrich wandte sich daher im November 2009 erneut an den neuen Gesundheitsminister Philipp Rösler mit der Bitte, die Verfahrensabsprache auf deren Bedürfnisse anzupassen. Auch, wenn die Reaktion darauf noch nicht endgültig befriedigend ist, ist es Minister Peter Friedrich zu verdanken, dass für viele betroffene Familienein wesentlich einfacherer Zugang zu einer Familienorientierten Rehabilitationsmaßnahme ermöglicht wurde.

AOK Baden-Württemberg und DRV Baden-Württemberg

Die AOK Baden-Württemberg und die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg setzen sich seit mehr als 20 Jahren für die rechtliche Anerkennung der Familienorientierten Rehabilitation und eine Vereinfachung des Anrtragsverfahrens ein, so zum Beispiel mit der Einrichtung einer Servicestelle, die seit 2008 alle Familienorientierten Rehabilitationsanträge für Baden-Württemberg zentral in Villingen-Schwenningen bearbeitet.

Die Preisträger Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg (2.v.l.), Hanna Binder, die den Preis stellvertretend für ihren Mann Minister Peter Friedrich entgegennahm (2.v.r.) sowie Hubert Seiter, Erster Direktor der DRV Baden-Württemberg (r.) mit der Kuratoriumsvorsitzenden Alexandra Prinzessin von Hohenzollern sowie den Stiftungsvorständen Sonja Faber-Schrecklein und Roland Wehrle.

Das engagierte Wirken beider Kostenträger hat nicht nur wesentlich zur Unterzeichnungder„Verfahrensabsprache zu Anträgen der Familienorientierten Rehabilitation“ beigetragen: Im Juli 2013 stellten die AOK und die DRV Baden-Württemberg darüber hinaus ihr gemeinsam erarbeitetes „Positionspapier für familienorientierte Rehabilitationsmaßnahmen von verwaisten Familien“ in der Presse vor, das die ursprüngliche untergesetzliche Regelung auch auf Familien in Baden-Württemberg überträgt, deren Kind verstorben ist und es diesen somit ermöglicht, problemlos eine Kostenzusage für eine Familienorientierte Rehabilitation zu bekommen.