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Nachsorgepreis - Preisträger 2009

Der Nachsorgepreis 2009 geht an
den Verbund Pädiatrische
Onkologie Weser-Ems

Mit der Vergabe des Nachsorgepreises an den Verbund Pädiatrische Onkologie Weser-Ems wurde in diesem Jahr ein Projekt ausgezeichnet, das sich in besonderer Weise für die Vernetzung von regionalen medizinischen Ressourcen und eine verbesserte Betreuung und Nachsorge krebskranker Kinder einsetzt. Beim Festakt am 19. Oktober im SÜDKURIER Medienhaus nahm Herr Prof. Dr. Müller, der Koordinator des Verbundes, die Auszeichnung entgegen.

Modellprojekt zur Betreuung und Nachsorge krebskranker Kinder

In dem großen regionalen Einzugsgebiet Weser-Ems verursachen lange Anfahrtswege enorme Belastungen für betroffene Familien und gesundheitliche Risiken für die Patienten.

Im Jahr 2001 schlossen sich Kinderärzte, Selbsthilfegruppen und ambulante Pflegedienste der Weser-Ems-Region zusammen mit dem Ziel, die Behandlung und Nachsorge onkologisch erkrankter Kinder so zu strukturieren, dass die Patienten und ihre Familien möglichst wohnortnah und kompetent betreut werden. In einem Modellprojekt zur Vernetzung und Optimierung der Betreuung und Nachsorge krebskranker Kinder und Jugendlicher ist es dem Verbund gelungen, durch einen ambulanten Versorgungsdienst Fahrtkosten und kurzzeitige stationäre Krankenhausaufenthalte zu reduzieren und damit zu einer Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen sowie zur Verminderung der gesundheitlichen Risiken beizutragen.

von links: Stiftungsvorstand Sonja Schrecklein, Preisträger Prof. Dr. Hermann Müller, Kuratoriumsvorsitzende, I.D. Alexandra Prinzessin von Hohenzollern, Stiftungsvorstand Roland Wehrle. Fotos: Oliver Hanser

Um die Verbundstrukturen weiter auszubauen und zu festigen, wurde im Oktober 2007 eine Vereinbarung zur Integrierten Versorgung geschlossen, die das ambulante Versorgungsnetz der Kinderkrebsbehandlung in Weser-Ems finanziell absichert und die als innovatives Modell für ambulante Versorgungsstrukturen in einem größeren Einzugsgebiet dienen könnte.

Mit dem Projekt und der Vereinbarung ist es den Beteiligten nach Meinung der Deutschen Kinderkrebsnachsorge gelungen, Vorteile für Patienten, Ärzte, Selbsthilfegruppen und nicht zuletzt auch für die Kostenträger zu schaffen und den Patienten und seine Familie in den Mittelpunkt einer kompetenten Betreuung und Nachsorge stellt.