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Preisträger 2005

Nachsorgepreis 2005 an
Stiftung "phönikks"

Die Stiftung Deutsche Kinderkrebsnachsorge hat ihren mit 10.000 Euro dotierten Förderpreis 2005 vergeben. Im Rahmen einer Feierstunde ehrte man zwei Preisträger: Der eine ist Hubert Seiter, Direktor der früheren LVA, heute Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg, der sich auf Seiten der Rentenversicherungsträger nachhaltig und engagiert für die Belange der Familienorientierten Nachsorge einsetzt. Der zweite Preisträger ist die Stiftung "phönikks" mit Christl Rehmenklau-Bremer an der Spitze, die ihren Sitz in Hamburg hat.

"phönikks" seit 19 Jahren aktiv

Seit 1989 führt die Beratungsstelle der Stiftung "phönikks" die psychosoziale Beratung und Betreuung von krebskranken Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie deren Familien durch. Als der "Stern" 1986 eine Geschichte über krebskranke Kinder brachte, fand die Leitung des Blattes, die Frauen der Redakteure könnten etwas für krebskranke Kinder tun. Christl Rehmenklau-Bremer, Ehefrau des damaligen Chefredakteurs Heiner Bremer, die sich in Schleswig-Holstein, wo die Bremers damals wohnten, in schulischen Fragen und dann sogar in der Landespolitik engagiert hatte, kam die eigene Krebserkrankung im Alter von 17 Jahren schmerzhaft in Erinnerung. Außerdem war ihr Vater gerade an Krebs erkrankt. Er starb am 15. Oktober 1986, an dem Tag, an dem Christl Rehmenklau-Bremer die Stiftung "phönikks" für die psychosoziale Nachsorge von krebskranken Kindern gründete. Die Stiftung "phönikks" hat seitdem zahlreichen Familien geholfen, die von einer Krebserkrankung betroffen sind. 1989 wurde auch eine Beratungsstelle gegründet.

Mittlerweile hat sich "phönikks" bundesweit einen Namen gemacht. Was mit zwei Psychologen begann, ist zu einem achtköpfigen Team gewachsen. Im vergangenen Jahr hat "phönikks" 250 Familien betreut – so viele wie noch nie. Das Potenzial ist riesig: "Allein in Hamburg verzeichnen wir bei den Kindern jedes Jahr 700 Neuerkrankungen", so die Stifterin – Hilfe ist also dringend.

In der Beratungsstelle arbeiten die Therapeuten daran, den Schmerz der Wunden zu lindern, die im Krankenhaus nicht geheilt werden können. Im "Mittelweg 121" findet die Seele der Patienten und ihrer jungen Familien Halt.

Ein Auftrag, der ein elementarer ist, für den "phönikks" aber – wie im Übrigen auch die Stiftung Deutsche Kinderkrebsnachsorge – aber keine öffentlichen Gelder bekommt. 600 000 Euro an festen Kosten müssen deshalb jedes Jahr aufs Neue allein über Spenden finanziert werden.